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In dem aktuellen abendfüllenden Kabarett-Programm zeigen die beiden Künstler fulminant wie der Digitalisierungswahn uns umzingelt, vereinnahmt und die eigene Kontrolle entgleiten lässt. Bevor die Lachtränen vertrocknen, hüpft uns die Frage wie ein Pop-up-Fenster vor die Augen: „Wie können wir das stoppen?“ Besuchen Sie das Programm von Lapsus aber vergessen Sie Ihr Handy nicht…

Hier finden Sie alle Informationen über Lapsus…

 

 

 

Versäuft da ein Vogel?

„Du, da versäuft ein Vogel.“ Das sagte ein Feriengast zu seiner Frau in Andermatt, als sie zusahen, wie ein kleiner Vogel mit weißer Brust im Bach auf Eisschollen stand und immer wieder ins Wasser verschwand. Der Herr hatte sich getäuscht, es handelte sich um eine Wasseramsel bei flinker Nahrungssuche. Der kompakte, rundlich gebauter Vogel erinnert an eine Amsel. Man findet ihn an Flüssen im Unterland bis zu den Bergbächen auf 2600 Metern über Meer. Bleiben Sie beim Wandern über Brücken stehen, sehen Sie den Bach hoch und runter und plötzlich sehen Sie da einen Vogel, auf einem Stein stehen, knicksend und immer wieder ins Wasser springend. Er schwimmt, taucht und steht dann wieder auf dem Stein und so geht das ständig. Er ernährt sich von Wasserinsekten, Köcher- und Steinfliegenlarven, Würmer, kleinen Fischchen und Kaulquappen. Es ist der einzige Singvogel, der taucht und schwimmt. Sein dichtes Gefieder lässt null Wasser an die Haut. Durch spezielle Schluss- und Schutztechnik an den Augen und an der Nasenöffnung kann er wie fast kein anderer Vogel im Wasser auf die Nahrungssuche gehen. Also wenn Sie beim nächsten Spaziergang was Kleines mit weißer Vorderseite unten im Bach sehen, dann bleiben Sie stehen, vielleicht ist es unsere Wasserkünstlerin.

Die Wasseramsel ist der Vogel des Jahres und die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Ornis beschäftigt sich in der Titelgeschichte mit ihm. Einzelnummern können hier bestellt werden:

http://www.birdlife.ch/node/1141

„Ich schreibe wie ein galoppierendes Pferd“

Künstler und Schriftsteller Giorgio Avanti gibt Auskunft zu seinem neuen Buch «Bourgeoiserien». 

urs heinz aerni: Der Titel deines neuesten Buches heißt «Bourgeoiserien». Dieser Begriff erinnert mich an geblümte Tapeten, Nippes und Nierentischchen. Der Titel ist ja ganz witzig, aber … 

giorgio avanti: Der Titel «Bourgeoiserien» ist Programm und bezieht sich auf groß- und kleinbürgerliche Episoden aus dem Umfeld der fiktiven Figur Jakob. Sie sind im 20. und 21. Jahrhundert angesiedelt, aus dem Leben gegriffen, gesellschaftskritisch, ironisch, skurril, schmerzlich, aber auch lustvoll und komisch. Es geht um das Schicksal von Fahrenden, von Homosexuellen, um die Irritation zwischen Katholizismus und Protestantismus. Einige Geschichten widerspiegeln Alltags- und Beziehungsbilder, erzählen von Untreue, Verzweiflung und Bigotterie. Dazwischen finden sich allerhand schräge Beobachtungen, Impressionen von Reisen nach Bäretswil oder Saigon sowie Betrachtungen aus dem Innenleben des Erzählers.

aerni: Du kommentierst, erzählst und beschreibst. Ist die sprachliche Aufzeichnung von Vergangenem vielleicht ein nochmaliges Erleben von Vergangenem, eine Wiederholung in Zeitlupe? 

avanti: Ja, Erlebtes, Bilder aus der fernen und nahen Vergangenheit werden beim Schreiben wieder präsent, oftmals klarer, intensiver, bunter. Es ist eine Art des Sichinnewerdens und unmittelbaren Wahrnehmens, auch von längst Vergessenem.

aerni: Heißt das, die Charaktere deiner Erzählungen existieren tatsächlich? 

avanti: Die Geschichten sind teils autobiografisch, aus der Vergangenheit und dem Jetzt notiert, spontan hingeworfen oder vom Hörensagen nacherzählt. Die Grenze zwischen «Dichtung und Wahrheit» ist oft fließend. Das verhält sich ähnlich wie bei meinen Bildern: Da gibt es schrille, überzeichnete Figuren, die der künstlerischen Fantasie oder dem Traum entspringen. Aber natürlich schöpfe ich auch aus der Erinnerung. Die Bezüge sind manchmal offensichtlich, oft expressiv, nur angedeutet oder verschlüsselt – aber nie naturalistisch.

aerni: Hilft das Malen für das Schreiben oder ist es umgekehrt? Oder haben Schreiben und Malen nichts miteinander zu tun?

avanti: Beides gebiert Abbilder und Geschichten. Deshalb ist Malen Schreiben, und Schreiben ist Malen. Das Blatt Papier ist die Leinwand, Worte und Emotionen werden zu Farbe und Pinselstrich.

aerni: Wo schreibst du am liebsten?

avanti: Da bin ich völlig ungebunden. Meistens schreibe ich reisend, sei es im Kopf, in Graubünden, im Bisistal, in Paris, Venedig, Kambodscha oder sonst wo. Ich schreibe dort, wo mich etwas anfällt, mir etwas einfällt. Es kommt schon vor, dass ich dann meine Eingebungen auf Papierservietten am Frühstückstisch, auf einen Bierteller in einer Beiz, einen Stadtplan oder in mein schwarzes Tagebuch, so ich es zur Hand habe, kritzle.

aerni: Deine Bücher fallen auch durch eine sorgfältige Gestaltung auf. Liest das Auge mit? 

avanti: Ohne Auge kein Lesen. Das klingt banal. Aber schließlich ist es immer das Auge des Lesers, das einen Text – subjektiv – gestaltet und vereinnahmt. Wichtig ist folglich, wie der Leser den Inhalt mitgestaltet, miterlebt, und sich dabei selber erlebt und projiziert. Jegliches Lesen ist Interpretieren. «Nimm mein Auge und schau», pflegte mein Vater zu sagen. Dabei ist die Gestaltung eines Buchs, wie es daherkommt, wie es in der Hand liegt, wie es sich anfühlt, ein entscheidender Faktor. So ist die Gestaltung stets auch ein Indiz für den Inhalt und spielt prima vista – Liebe auf den ersten Blick – eine durchaus wichtige Rolle. Das Buch soll den Leser anspringen, ihn neugierig machen und zu weiteren Entdeckungen anregen.

aerni: Nach mehreren Publikationen mit Erzählungen und Gedichten von dir, stellt sich die Frage, wann du ein Romanprojekt in Angriff nehmen wirst. 

avanti: Dazu fehlt mir schlichtweg die Geduld. Ich schreibe wie ich male: ungeduldig, oftmals gehetzt, von innen getrieben, quasi wie ein galoppierendes Pferd. Aber wer weiß, vielleicht lerne ich noch traben oder einfach gehen. Dann wäre ein Roman schon vorstellbar.

aerni: Wenn ich ein Bild eines lesenden Menschen mit deinem Buch in den Händen malen müsste, wie sollte dieses aussehen? 

avanti: Eine lächelnde Frau, das aufgeschlagene Buch in ihrer Hand betrachtend, auf dem Schoß eine schnurrende rote Katze, daneben ein Mann, das Buch auf dem Kopf balancierend, im Vordergrund eine Flasche Bordeaux.

Giorgio Avanti lebt als Künstler und Autor bei Zug (Schweiz)

 
Titel: BourgeoiserienUntertitel: Kurzgeschichten Autor:Giorgio Avanti ISBN:978-3-99018-395-3 Format:Fester Einband Verlag: Bucher GmbH & Co.KG

Eulen für den Frieden

Im latenten Krisengebiet Nahost könnten Schleiereulen mehr bewirken als Friedenstauben und erst recht mehr als mit Dickschädel bestückte Politiker. Der Zoologieprofessor Yossi Leshem aus Tel Aviv erfand ein Mittel zur Völkerverständigung. Entstanden ist es durch sein Hauptanliegen: den Schutz der Schleiereule in einem notorischen Krisengebiet. Der Nahe Osten gehört zu den wichtigsten Routen von Millionen Zugvögeln; sie überfliegen den Jordangraben, die Grenze zwischen Jordanien, Israel und dem Westjordanland. Während sich unten Menschen gegenseitig beschiessen und belagern, segeln oben andere Erdbewohner, die sich keinen Deut um den gigantischen Streit bei der «Krone der Schöpfung» kümmern. Dazu gehören die Schleiereulen, die aus Aberglauben und durch die Zerstörung ihres Lebensraums fast ausgerottet wurden. Bauern vergiften Mäuse mit Pestiziden, die wiederum im Magen der Eule landen. Leshem gelingt es aber immer mehr, den Bauern zu beweisen, dass Eulen besser als Gift gegen die zu vielen Mäuse wirken. Mittlerweile geht die Mäuseplage zurück und die Bestände der Eulen stabilisieren sich. Munitionskästen der israelischen Armee wurden zu Nistkästen für die Schleiereule umfunktioniert und das Projekt löst eine grenzübergreifende Verständigung aus, von der die Politik nur träumen kann. Gegenüber dem Magazin Welt der Tiere sagt Leshem: «In den letzten Jahren fanden in Jordanien wiederholt Seminare für Dutzende Lehrer – Palästinenser und Israeli – statt; und wir arbeiten zusammen wie die besten Freunde! Nur die Politik versagt»

(Wurde auch im Magazin Zeitpunkt veröffentlicht)

Der passende Buchtipp: 

Titel: Eulen
Untertitel: Ein Portrait
Editor: Judith Schalansky
Übersetzer: Meike Herrmann ,  Nina Sottrell
Autor: Desmond Morris
EAN: 9783957570888
ISBN: 978-3-95757-088-8
Format: Fester Einband
Herausgeber: Matthes + Seitz

Wo sind sie geblieben, die Vögel im Garten?

Gerade kürzlich sprach mich eine Leserin an, mit der Frage, wo denn die Vögel blieben. Gemeint sind die Buch- und Grünfinken, die Amseln, die Drosseln, der Gimpel und all die Meisen an der Futterstelle im Garten. In diesem Winter liefe gar nichts, meinte sie, sonst hätten sie immer viel Geflatter und Leben vor dem Wohnzimmerfenster. In der Tat, es scheint heuer stiller zu sein an den Futterplätzen. Nun, als Hobbyornithologe ging ich der Sache nach und unter anderem fragte eine Expertin der Vogelwarte Sempach.

Buchnüsschen, Tannenzapfsamen und Beeren waren im Herbst überdurchschnittlich zahlreich. Die Buchen trugen außerordentlich reich, „so reich wie seit rund 30 Jahren nicht mehr“, heißt es von der Vogelwarte. Diese Nüsschen seien für zahlreiche Vogelarten eine gute und energiereiche Nahrung und das führte dazu, dass die Vögel diesen reich gedeckten Futtertisch in den Wäldern mehr nutzten als die Körnchen an den Futterplätzen in den Dörfern. Der Überfluss an Wildfrüchten seien ein Resultat des milden und trockenen Herbstes. Lange lag auch in höheren Lagen kein Schnee und so war die Nahrung überdurchschnittlich sehr gut verfügbar – „die Vögel hatten schlicht keinen Grund, ans Futterhaus zu kommen“ laut Vreni Mattmann von der Vogelwarte. Der Schnee ist im Unterland längstens wieder weg und die Januarkälte alleine mache den hier überwinterten Vögel nichts aus, solange sie Nahrung fänden. Erst eine über mehrere Tage geschlossene und hohe Schneedecke auch in den Wäldern führe dazu, dass Vögel dann auf der Suche nach Nahrung herumstreifen und die Siedlungen aufsuchen.

Aber lassen Sie Ihr Futterhäuschen noch etwas hängen oder stehen, man weiß nie, ob noch der große Schnee kommen wird.

Der passende Buchtipp: „Vögel füttern – aber richtig“ von Peter Berthold und Gabriele Mohr, Kosmos Verlag, 978-3-440-13178-7

«Beginnen Sie mit dem Singen unter der Dusche»

Barbara Böhi lebt in Zürich, singt auf großen und kleinen Bühnen und gibt hier Einblicke in ihre Arbeit.

Barbara Böhi, Ihre Liebe zur Musik begann mit einem Erlebnis als Kind im Zürcher Opernhaus. Was ist damals passiert?

Ich war etwa acht Jahre alt, durfte zum ersten Mal in meinem Leben in die Oper und saß in der vordersten Reihe im Parkett. Ich war überwältigt vom Gesang. Ich war so nahe an der Bühne, dass ich den Sängerinnen praktisch hinter die Schminke sehen konnte. In diesem Moment wuchs der starke Wunsch, selber auch dort zu stehen und so singen zu können. Nach 20 Jahren stand ich dann auch dort – allerdings nur im Chor –, aber für mich ein ganz besonderer Glücksmoment.

Sie geben Liederabende, singen aber auch mit Orchestern und Chören von der Tonhalle übers KKL bis auch in Kirchen auf dem Lande. Bereitet man sich auch auf die Orte vor?

In meinen nächtlichen Albträumen irre ich im wehenden Abendkleid in Ortschaften und Kirchgemeindehäusern umher und finde den Weg auf die Bühne nicht. Insofern plane ich meinen Weg immer genau ein, mit viel Zeitreserve. Dann braucht es eine Vorbereitung auf die Akustik. Je halliger die Akustik, umso wichtiger wird die Aussprache, je kleiner der Raum, umso feiner kann man singen.

Ihr Favorit?

Die absolut tollste Akustik hat das KKL; man kann einen feinen Ton singen und hat dabei das Gefühl, in der hintersten, obersten Reihe damit präsent zu sein.

Sie entdecken gern, indem Sie zum Bei- spiel auch mal in der Zürcher Zentralbibliothek auf die Suche gehen. Was muss ein Musikstück haben, damit Sie es singen?

Eine Komposition muss sein wie ein altes, staubiges Möbelstück, welches man auf dem Estrich findet. Ein Möbelstück, dem man sofort die gute Holzqualität ansieht, die schöne Form, die gute Verarbeitung. Solche Stücke bieten die Möglichkeit, sie zu restaurieren und ihnen in der heutigen Umgebung zu einer neuen, eindrücklichen Wirkung zu verhelfen.

Neue Musik gehört ebenso in Ihr Repertoire, unter anderem von George Crump, Arvo Pärt oder Luigi Nono. Es ist ein Genre, dass nicht für jedermann leicht zugänglich ist. Hätten Sie einen Tipp?

Lassen Sie sich herausfordern und überraschen. Hören Sie ohne Erwartungen und Vorurteile. Lauschen Sie mit geschlossenen Augen. Denken Sie sich Bilder, Landschaften, Gefühle dazu. So werden Sie sich durch diese Musik neue klangliche Erlebniswelten erschließen können.

Es wird sogar eigens für Sie komponiert, so von Franz Furrer-Münch. Reden Sie da dann auch mit?
Oh ja. Ich sagte Franz Furrer-Münch einmal, dass es für mich so schwierig sei, in all den Dissonanzen meine Einsatztöne zu finden. Er war so ein feiner, sensibler Mensch und so komponierte er mir beim nächsten Werk viele diskrete Töne vor meinen Einsätzen. Irgendwann merkte ich, dass er aus lauter Rücksicht zu viele solche Töne schrieb. Da fragte ich mich, ob ich mit meinem Wunsch wohl seine Kreativität unnötig eingeschränkt hatte. Form von Kultur kann man dieses Vertrauen wieder finden und vielleicht sogar die Hoffnung, dass das Gute und Schöne gewinnen wird.

In einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen SRF gaben Sie mal Auskunft über oft gemachte Fehler beim Singen. Ich singe überhaupt nicht, möchte es aber gern mal versuchen. Wo soll ich anfangen?

Oh, wunderbar, dass Sie singen möchten! Beginnen Sie unter der Dusche! Singen Sie nach Herzenslust, wann immer es Ihnen danach ist. Wenn Sie auch ein wenig Noten lesen können oder gar Tenor sind, dann rollen Ihnen die Chöre den roten Teppich aus. Wenn die Stimme gar nicht anspringt und das für Sie ein großes Problem ist, dann kommen Sie ins SingStimmZentrum Zürich.

Ein Kompetenzzentrum für Menschen in Schlieren bei Zürich, die singen . . .
Genau, Das Zentrum habe ich mit der HNO-Ärztin und Phoniaterin Dr. med. Salome Zwicky vor vier Jahren gegründet. In unserem Zentrum werden alle Probleme rund um die Sing- und Sprechstimme umfassend abgeklärt und interdisziplinär angegangen. Als Kompetenzzentrum bieten wir rund um alle Fragen zur Singstimme Therapien, Gesangsunterricht, Weiterbildungen und Vorträge an.

Sie leben in Zürich-Altstetten, diesem Stadtteil im Westen, der sich schnell verändert. Was lieben Sie an Ihrem Stadtviertel? Oder was würden Sie gern verändert haben?

Ich liebe an diesem Stadtteil, dass er sich verändert! Genau wie in der Musik suche ich das Neue, Herausfordernde und Lebendige. Da bin ich in Altstetten genau richtig.

Weitere Informationen über Barbara Böhi und Konzertdaten: www.barbara-boehi.ch

Das Interview wurde auch veröffentlicht in der Zeitung Zürich West

Gutschein für Nichtlesende

In der Straßenbahn traf ich Adrian*. Ich kenne ihn noch vom Zivilschutz her. Wir haben zusammen Patienten zwischen Krankenhäusern und Wohnheimen transportiert – ist lange her. Adrian ist ein netter Kerl, stolzer Familienvater und auf der Bank verschiebt er Millionen von Zürich in alle Welt. Er liest „20 Minuten“ und „Blick am Abend“ aber nicht mehr. Er gesteht, dass er sich mit dem Bücherlesen schwertut. Nach vier Seiten verlässt ihn der Wille, ja die Freude. Er sei eben ein Filmfreak aber im gleichen Atemzug gibt er zu, dass dies natürlich kein Ersatz fürs Lesen sei. „Aber was tun?“ fragt er frei und offen und rollt das Gratisblatt zusammen.

Geht es Ihnen vielleicht ähnlich? Wenn ja, dann verwandeln wir nun diese Kolumne in einen GUTSCHEIN. Schneiden Sie diese Kolumne aus und legen Sie diese einer Bibliothekarin oder Buchhändlerin in die Hände und sagen Sie zu ihr: „Bitte lesen Sie das“:

Liebe Buchhändlerin, liebe Bibliothekarin,

Geben Sie dieser Person ein Buch, das die Lust des Lesens entflammt oder wiedererweckt. Es soll süchtig machen und bewirken, dass die Dame oder der Herr wiederkommt und gierig ruft: „Ich will mehr!“ Nehmen Sie sich Zeit, und wandeln Sie durch die Regale während der Gutscheinbesitzer der Lektüre harrend irgendwo Platz nimmt.

Tja, meine Leserinnen und Leser, so finden Sie gewiss den Weg zu einem Leseerlebnis der neuen Art und dann werden Sie vom Balkon herunterschreien: „Wie konnte ich ohne Bücher so lange leben!“. Es grüßt, Ihr Lesens-Retter.

Urs Heinz Aerni

*Name wurde aus Schutzgründen geändert.

 

Das passende Buch: „Eine Geschichte des Lesens“ von Alberto Manguel, S. Fischer Verlag, ISBN 9783596175154