Impf statt Schimpf

Die journalistische Gattung «Kolumne» stammt aus dem 18. Jahrhundert und schwappte später von der britischen Pressekultur auf den ganzen Kontinenten über. In der Kolumne schreibt regelmäßig eine Autorin oder ein Autor über Beobachtungen, Einschätzungen und Schlussfolgerungen aus dem Leben des Alltags. Das kann von einer seltsamen Begegnung im Bus sein oder beim Anstehen im Bio-Laden. Das Weltgeschehen greift oft mehr als erwünscht in unseren kleinen Alltag ein. Als ein öffentlich Publizierender werde ich logischerweise auch und immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie ich es denn mit dem Impfen habe. Deshalb hier und einmalig meine Erklärung, warum ich mich impfen ließ und wieder lassen werde:

  1. Nach eingehender Recherche bin ich zum Schluss gekommen, dass alle zugelassenen Impfstoffe die üblichen und notwendigen Forschungsstufen und Qualitätskontrollen bestanden haben und den bestmöglichen Schutz bieten.
  2. In einer Gesellschaft tragen wir die Verantwortung, dass Mitmenschen bei schweren Erkrankungen oder Unfällen die bestmögliche medizinische und therapeutische Hilfe erhalten. Dies kann –natürlich mit Ausnahmen – durch eine Impfung besser gewährleistet werden.
  3. Auch wenn aus biologischer oder evolutionstechnischer Hinsicht über den Zweck des Impfens gerne weiter diskutiert werden darf, beginnt in einem demokratischen Rechtsstaat mit all seinen Mängeln irgendwann das Vertrauen. Ich schenke den Expertinnen und Experten in Wissenschaft und Medizin das Vertrauen in ihre Arbeit und auch den Verantwortlichen in den Behörden und der Verwaltung, in der Überzeugung, dass sie versuchen, den menschenmöglich besten Job zu machen. Ansonsten müsste ich bei jedem Koch in den Topf oder der Lokführerin über die Schulter schauen.

So, nun freue ich mich wieder auf die großen Geschichten aus unserem kleinen Alltag für die nächste Kolumne.

Urs Heinz Aerni

Diese Kolumne erschien in der Zeitung BÜNDNER WOCHE

Aerni’s Depesche

Zukunft des Lesens

Glauben Sie an die Zukunft des Bücherlesens? Während ich hadere, ist Annette König davon sehr überzeugt. Die Kulturjournalistin wurde bekannt als die Bloggerin BuchKönig und gibt mir im Interview im Sender „Die Redaktion“ gleich noch drei Buchtipps mit auf den Weg:

Katzen und Vögel

Die eine Tierart möchte nicht in die Quere der anderen kommen. Aber zusammen in einem schönen Magazin gedruckt, geht prima. Dörte Welti schreibt über Hape Kerkeling und sein Verhältnis zu den Katzen und ich versuche den Grund herauszufinden, warum der Mensch den Vogelzug verhindern möchte. Das und vieles mehr über das Leben, Reisen und die Lebensqualität findet sich im Magazin, herausgegeben vom sympathischsten Chefredakteur Kurt Aeschbacher.

  • Die ersten 5 Rückmeldungen per Mail erhalten ein Gratisexemplar per Post zugestellt.

Wann ist der Witz witzig?

Das versuchen wir auf einer Tour durchs Land herauszufinden. Der Poet, Mundartexperte und Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart und meine Wenigkeit beschäftigen sich mit der Frage, warum der Witz als Literaturgattung verkannt wird und wie man einen Witz am besten vom Besten gibt, natürlich mit Fallbeispielen. Nach Stationen u. a. in den Kantonen Uri, Schwyz, Basel-Landschaft, Luzern. Aargau und St. Gallen sind nun die Menschen im Züricher Unterland dran:

https://www.bibliotheken-zh.ch/Niederhasli/#Start1

Zur Einstimmung kann schon mal vorab diese Kolumne gelesen werden:

http://www.berglink.de/der-witz-eine-verkannte-kunst/

Zeitgenössische Kunst in historischen Gemäuern

Vom 18. November bis 12. Dezember zeigen Künstlerinnen und Künstler im schmucken Ortsmuseum Albisrieden ihr Schaffen. Mit dabei ist eine Künstlerin, die mir besonders nahe steht…

http://www.ortsmuseum-albisrieden.ch/kunst_plakat_21.pdf

In der nächsten Depesche erfahren Sie, warum ich mich impfen ließ und warum der Kinostart am 25. November im Kosmos Zürich nicht nur uns alle angeht, sondern vor allem Mädchen und Frauen, die Visionen haben.

Bis dahin also.

Ihr 

Urs Heinz Aerni