Wie wichtig ist die Herkunft?

Die Stadt Zürich entschied, dass bei Polizeimeldungen nicht mehr automatisch die Nationalität der mutmaßlichen Täterschaft genannt werden soll, sondern nur noch auf Anfragen der Journalisten. Jetzt möchte eine bürgerlich-konservative Partei versuchen, diesen Entschluss wieder rückgängig zu machen. Nun, wie relevant sind solche Aussagen?

Lesen Sie hier weiter, in dem Sie hier anklicken…

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Fragen zur wachsenden Macht der Technologie

Konzerne wie Google, Amazon, Alibaba und Facebook fördern die Globalisierung, so sagt man. Parallel wachsen politische Kräfte für Nationalismus, Sezession und Lokalpatriotismus. Zurzeit läuft in Zürich das World Web Forum, an dem Manager und Politiker über die Frage diskutieren und referieren, wie stark die Digitalisierungs-Riesen auf die Wahlen, das politische Verhalten und das Weltbild Einfluss nehmen.

Das Programm kann heute hier live verfolgt werden, dank SRF …

 

Für diejenigen, die sich die obigen und ähnliche Fragen stellen aber Lust haben auf gute Lektüre am Kaminfeuer, kann ich diese Bücher empfehlen:

JOEL LUC CACHELIN: INTERNETGOTT, Stämpfli Verlag

In diesem Buch wird aufgezeigt, wie fast unmerklich eine neue Art Gottheit in digitaler Form auferstanden ist. Die Hörigkeit an die digitale Macht und Vision fördert ähnliche Mechanismen wie damals das Nachbeten und Verbeugen vor den Mächten, die behaupteten, Gott zu vertreten. Chachelin warnt davor, dass diese Kräfte beginnen die Wahrheit für sich zu beanspruchen und im Namen ihrer mit uns zu machen, was wir eigentlich nicht wollen.

 

GERD LEONHARD: TECHNOLOGY VS. HUMANITY – Unsere Zukunft zwischen Mensch und Maschine, Vahlen Verlag

Hier wird nicht nur dokumentiert, wie eine gesellschaftliche Umwälzung in einem rasanten Tempo geschieht, ohne dass sich die Betroffenen dessen bewusst sind. Die Technik entwickelte der Mensch als Werkzeug, nun wird sie aber immer mehr zum Selbstzweck. Das heißt, wir überliefern den Maschinen nicht nur immer mehr freiwillig Informationen und intime Details über uns, sondern überlassen ihnen auch Verantwortung, Steuerungshoheit ja sogar die Auswertung und Einschätzung der Verwendbarkeit der erhaltenen Daten. Gehen wir mit der Technologie einen Deal ein, ähnlich dem literarischen Vorbild von Faust?

 

Noch haben wir es in der Hand, aber wie lange noch? Lesen Sie die beiden Bücher und stellen Sie die soeben gestellte Frage nochmals.

Ausgehtipp zum Thema:

„Machen wir uns bereit – Die Herausforderungen der Digitalisierung“

Zwei Tage für dieses Thema. Freitag, 26. und Samstag, 27. Januar im Atelier für Kunst und Philosophie, Albisriederstraße 164, 8003 Zürich.

Das Programm und den Kontakt finden Sie hier…

 

REPUBLIK und seine Newsletter

Nach langem Vorspiel und mit viel Startgeld startete das journalistische Projekt REPUBLIK in Zürich mit der Arbeit. Im Vorfeld wurden wir Abonnentinnen und Abonnenten mit sehr vielen Newslettern beliefert. Soeben ist wieder ein Newsletter eingetroffen, der mich zu folgendem Schreiben veranlasste:

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Republik

Nach einer Unmenge von Newslettern und Ankündigungs- Vorfreude-Mails ist Eure eigentliche Arbeit gestartet.
Nun wähne ich mich in gespannter Erwartung als Abonnent und Leser auf die News, Infos, also die Resultate Eures neuen Jobs.

Nun, nach dieser heutigen neuen E-Mail über Details aus Eurer Redaktion wie über fehlende Links und PDFs und schlafenden Informatikers und erste Entschuldigungen für zu lange Texte und Einladungen zum Reden und Feedbacks, gestattet Ihr mir die Meinung, dass es für mich noch zu viel Brimborium drum herum herrscht. Jetzt wäre es doch mal an der Zeit, sich in den journalistischen Alltag zu knien, zu produzieren, zu recherchieren und zu berichten.

Wir, die auch täglich nach unserem täglich Brot schauen müssen, sprich arbeiten, haben schlicht nicht die Zeit, Euch so viel Aufmerksamkeit zu schenken, um bei jedem Newsletter Fragen zu stellen, mitzudenken oder zu kommentieren. Und nebst der „Republik“ gibt es nicht wenige Digital-Journale, die ihre Sache auch nicht schlecht machen wie Zentralplus, Watson, Nau, TagesWoche, Tsüri, Finews, Onlinereports, Inside Paradeplatz und Infosperber ohne diejenigen zu erwähnen, die ja auch schon sehr digital aktiv sind wie Spiegel, Focus, Vice, Standard etc.

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Republik, nun habt Ihr ein schönes Sümmchen Startgeld, macht was draus und überzeugt uns als Lesende, dass Ihr uns so richtig verwöhnt mit gutem, fundierten Journalismus mit Esprit und Überraschenungen.

Herzliche und kollegiale Grüße
Urs Heinz Aerni
Redaktion Berglink.de Berlin

 

Dieser Text entstand nach dem Erhalt dieses Newsletters:
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Gesendet: Dienstag, 16. Januar 2018 um 07:00 Uhr
Von: Republik
An: Urs Heinz Aerni
Betreff: Ihre Kritik verbessert die Republik (bevor Sie durch Roboter ersetzt werden)

Ladies and Gentlemen,

langsam erholt sich die Crew von den Aufregungen des Starts: Die schreibende Redaktion hat wieder geduscht, während die IT noch immer schläft, nach zwei Nächten, die sie durchgearbeitet hat.

Wir danken Ihnen für Ihr Lob, aber auch Ihre Kritik. Wir haben dadurch schon einiges gelernt. In den Diskussionsforen etwa fehlen die Möglichkeiten zu Absätzen und Links – und überall sauber druckbare PDFs. Wir werden uns an die Arbeit machen, sobald der erste Informatiker wieder aufwacht.

Und der Autor unseres gestrigen Monsterartikels über Politik und Irrationalität, Constantin Seibt, hat sich vorgenommen, sich künftig einen Hauch kürzer zu fassen. Besonders wenn ein Essay mit dem Fazit «Nimm dich nicht so wichtig» endet, sollte man davor nicht 50’000 Zeichen schreiben, so interessant man das Thema auch findet.

Nun, nach dem Anschlag gestern lassen wir es heute ruhiger angehen. Sie finden nur einen Artikel, aber der behandelt die vierte industrielle Revolution. Und damit die Frage, ob Ihr Job von einer Maschine ersetzt wird.

Das zentrale Problem, das der Artikel «Aufstieg der Maschinen» von Mark Dittli debattiert, lautet: Ist diesmal alles anders? Denn drei Mal ging es bisher gut: Jede Welle von technologischen Erneuerungen schuf mehr Jobs, als sie vernichtete. Doch wurden drei Mal nur Muskeln von Menschen ersetzt – bei der Digitalisierung nun geht es um die kognitiven Fähigkeiten.

Dittlis These: Die Jobs sind nicht einmal die entscheidende Frage. Sondern etwas anderes.

Was? Das lesen Sie am besten bei einem Kaffee, einem der Dinge, bei dem der menschliche Hals bei der Anwendung noch lange jeder Computertastatur weit überlegen sein wird.

Mit besten Grüssen
Ihre Crew der Republik

 

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Hier geht es zum neuen Magazin…

Trump kommt in die Schweiz kommen. Hm … wie soll das Land ihn empfangen?

Diese Frage stellte ich auf Facebook und dann entstand dieser Dialog zwischen Paul Ott und Beat Gloor:

Paul Ott „Das Land“ soll gar nichts tun. Der Privatgastgeber WEF soll ihn anständig empfangen. Man empfängt Gäste immer anständig, auch wenn man sie nicht mag.

Beat Gloor Ja, aber man ladet keine Leute ein, die man nicht mag. Schon gar keine wandelnden Shitstorms.

Paul Ott Ich nicht. Aber wer ist „man“?
Beat Gloor WEF und Berset. Berset soll hat die Aufgabe, die Schweiz zu vertreten. Da gehören wir alle dazu. Ich würde schätzen, wenn die direkte Demokratie etwas schneller wäre, würden wir feststellen, dass mehr als die Hälfte im Land keine Grobiane und Dreckschleudern im Land haben möchten. Ich weiss, die Höflichkeit gebietet so einiges. Aber der Anstand verbietet es. Haltung bewahren.
Paul Ott Berset hat ihn nicht eingeladen. Wenn schon das WEF. Und die laden ja alle wohl „Leader“ ein, denn je mehr kommen, desto bedeutsamer fühlt man sich. Dass der Bundesrat Schlange steht (heute in der Tagesschau Schneider-Ammann), um den US-Präsidenten zu treffen, ist ein anderes Thema. Die Person lässt sich leider nicht vom Amt trennen.
Letztes Jahr war ja der Chinese dabei und hat sich als Hüter des Welthandels zelebriert. Vielleicht will T. diesen Auftritt kontern?
Irgendwie ist es wie mit Nordkorea. Man möchte die Typen gern missachten. Aber dann sind sie gekränkt und werden noch unberechenbarer. 
Mögen die Tage schnell an uns vorübergehen …
Beat Gloor Meines Erachtens ist jemand ein Gast, der eingeladen wird. In diesem Fall hat das WEF eingeladen und die Politiker stehen Schlange, wie du sagst. Nicht vergessen werden darf, wer das alles bezahlt – mit Geld und seinem guten Namen. Das ist der Bund. Dem zahlen wir Steuern. Ich komme nicht um die Erkenntnis herum, dass der Bund Donald Trump willkommen heisst, solange die Schweizer Bürgerinnen und Bürger dafür aufkommen. Und dagegen will ich meinen Protest einlegen, und zwar in aller Schärfe:
Ich bitte Sie sehr um Entschuldigung, Herrr Bundespräsident Berset, aber das Arschloch Trump wollen wir hier in der Schweiz nicht haben. Wem sollte der Besuch eines geistig Elfjährigen mit dem Ego eines Elefanten etwas bringen? Der Schweiz? Der Welt? Nicht einmal den USA. Der Einzige, dem es etwas bringt, ist der Aufmerksamkeitsstaubsauger, der hinten raus sozial giftigen Feinstaub verteilt: pmurt.
Muss sich die Schweiz wirklich mit jedem Grobian der Weltpolitik gemein machen! Ich weiss schon, die Höflichkeit gebietet es. – Aber Sie sollen wissen: Der Anstand verbietet es.
Paul Ott Ich bin einverstanden.
Das Problem ist nur:
1. T. ist von den US-Bürger/innen zum Präsidenten gewählt worden. Er ist nicht irgendein Hinterzimmer-Diktator.
2. Als Politiker (aber wohl auch als Mensch) kann man nicht nur mit Leuten reden, die einem „sympathisch“ sind oder die eine genehme Politik betreiben.
3. In der Schweiz haben wir mehrere männliche und weibliche Mini-Trumps, die teilweise sogar im Parlament rumfurzen. Was machen wir mit denen?
Beat Gloor Ich würde so antworten
1. Wenn er von den Amerikanern gewählt wurde, sollen ihn die auch ertragen. Solange so ein Kerl Präsident ist, sollten wir die Beziehungen zu diesem Land aus politischem Anstand sich selber und der eigenen Bevölkerung gegenüber einstellen.
2. Einverstanden. Es gibt aber eine Grenze nach unten, da verliert man die eigene Haltung, den Respekt vor sich selber und den der Bevölkerung. Meinen Respekt hat Berset verloren, so viel ist klar.
3. s. oben: Solange der Obertrumpel durchkommt mit seinem Programm, weil alle kuschen, ermuntert das immer mehr Minitrumpel, es ebenfalls zu versuchen. Ich halte das für schädlich und ungesund. Da sollte niemand mitmachen, der seine fünf Sinne noch beisammen hat.

Talk am Berg mit neuen Gästen

Wieder überrascht die Talk-Reihe im Hotel Schweizerhof in Lenzerheide mit Gästen aus den verschiedensten Welten. Sie stehen vor der Filmkamera, sitzen im Radiostudio, machen Kinder glücklich, schreiben wahre Geschichten, schlüpfen auf Bühnen in andere Figuren und in einem Fall ist der Tatort nicht nur ein Fernsehkrimi.

Für die Reihe «Talk am Berg» trifft der Journalist und Kulturmacher des Hotels Schweizerhof, Urs Heinz Aerni, auch diesen Winter wieder interessante Menschen zum entspannten Gespräch. Sie vermitteln Einblicke in ihre Welten, Projekte und Themen, die faszinieren.

TALK AM BERG im Winter 2018, jeweils am Donnerstag abend, 20.45 bis ca. 22.00 Uhr

01. Februar 2018 mit Corina Dietsch – Die Tatortreinigerin
Corinna Dietsch gründete als ehemalige Polizistin die erste spezialisierte Firma für Tatortreinigungen in Graubünden. Was das bedeutet und ob ihr Alltag so spannend ist, wie die Berufsbezeichnung es verheißt?

08. Februar 2018 mit Regula Stucki – Humor macht glücklich
Regula Stucki ist nicht nur Clownin, sie bringt Heiterkeit in den Alltag kranker Kinder. Dazu veröffentlichte sie ein Buch und erzählt, warum der Humor für uns heilende Kräfte bringt.

15. Februar 2018 mit Heinz Lüthi – Vom Kabarett zum Buch
Heinz Lüthi unterhielt mit seinen Kollegen vom Cabaret Rotstift die ganze Nation. Heute entdeckt er mit seinem Schreiben Geschichten von Menschen und aus vergangenen Zeiten.

22. Februar 2018 mit Annette König – Wenn Bücher Kronen erhalten
Annette König liebt das Radio, lebt aber für gute Bücher. Auf SRF und im Blog verteilt sie Noten oder Krönchen, je nach dem. Was macht ein gutes Buch aus, welche müssen unbedingt gelesen werden und was geht so hinter dem Mikrofon auf SRF so ab?

01. März 2018 mit Graziella Rossi und Helmut Vogel – Das Leben und die Bühne
Graziella Rossi und Helmut Vogel sind nicht nur im Leben ein Paar, sie touren auch zu zweit über viele Bühnen. Nicht nur Filme wie «Lüthi und Blanc» machten die beiden einem großen Publikum bekannt, sondern in vielen Theaterstücken, schlüpfend in immer wieder neue Rollen.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos und öffentlich, also wenn Sie zu dieser Zeit in der Nähe sein sollten, dann könnte man sich sehen…