Hitler lesen?

Die kommentierte Neuausgabe von Hitlers „Mein Kampf“ sorgt für Umsatzzahlen im Buchhandel und die Frage, ob man das Buch lesen soll.

Wie kann man gegensteuern wenn die Sichtweise des Andern unbekannt ist? Deshalb ist eine Einschätzung über die Hintergründe der Hitler-Katastrophe nur möglich, wenn das Weltbild und deren Einseitigkeit dieses Mannes erkannt wird. Aber wir haben ein anderes Problem. Das Tempo und die Bildlastigkeit der aktuellen Gesellschaft fördert nicht die Geduld des differenzierten Lesens und Nachfragens um sich ein eigenes Bild machen zu wollen. Sofort und überall werden Meinungen und Kommentare gepostet, quasi aus der Hüfte geschossen. Der sachorientierte Austausch, die Absicht, das Ganze richtig verstehen zu wollen geht im Lärm der Besserwisser und Instant-Welterklärter unter. Könnte es sein, dass der bunte Peoplezirkus und die Lust an Skandalhäppchen dazu führen, dass wir wieder in die Zeiten zurückkatapultiert werden, in denen man sich nach Aufklärung sehnte?

Weitere Informationen beim Institut für Zeitgeschichte in Berlin und München, Herausgeberschaft

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