Ist die Zukunft nur digital?

Sollen Autos wirklich von Computern gesteuert werden? Was filmen eigentlich Drohnen? Verändern digitale Bildtechnik unsere Wahrnehmung? Gibt es ein Leben ohne Verlinkung? Ist der Screen das Papier von Morgen? Muss das Geld neu erfunden werden? Warum brauchen Spoken-Word-Künstler kein Power Point? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich das 2. Multimediafestival in Lenzerheide.

Das Institut für Multimedia Production der HTW Chur und das Hotel Schweizerhof Lenzerheide organisieren gemeinsam das zweite Multimedia Festival der Schweiz. Vom 20. – 22. November können interessierte Besucher an Referaten zu multimedialen Themen und Trends teilnehmen oder sich bei einer Lesung im Hamam so richtig entspannen.

Die zweite Austragung des Multimedia Festival findet im Hotel Schweizerhof Lenzerheide statt. Der Anlass steht unter dem Motto „Bildung als Wellness“ – Wissensvermittlung in entspannter Atmosphäre.

Am Freitag und Samstag finden jeweils ab 09.00 Uhr 15-minütige Referate zu aktuellen multimedialen Themen, Podiumsdiskussionen zum Thema Entschleunigung sowie kurze Präsentationen zu Trends aus dem Multimedia-Bereich statt.

Mit dabei sind unter anderem Alexander Lehrmann von Swisscom, welcher zum Thema „Selbstfahrendes Auto“ Einblicke gibt, Ricardo Perret von Birdviewpicture, der übers Drohnenbusiness sowie Luftaufnahmen für die Film- und Fotoindustrie berichtet sowie Martin Richi von Zaak, welcher Inputs zu Realtime 3D Communication vermittelt.

Am Samstag-Morgen ist Dr. Joël Luc Cachelin zu Gast, welcher 2015 das Buch „Offliner – Die Gegenkultur der Digitalisierung“ (Stämpfli Verlag) veröffentlicht hat. Er wird während der Podiumsdiskussion zum Thema „Entschleunigung“ Rede und Antwort stehen.

Multimedia Schaufenster, Awardverleihung und Familienprogramm

Daneben können die Besucher ganztags im „Multimedia Schaufenster“ Einblicke in die Arbeit mit Video, Fotografie und Grafik erhalten sowie nachmittags die Lesungen der zwei Spoken Word-Künstler Amina Abdulkadir und Simon Chen im Hamam besuchen.
An der Digezz-Awardverleihung vom Freitag ab 20.00 Uhr werden die besten drei Multimediaproduktionen prämiert, welche innerhalb eines Jahres von Studierenden des Bachelor-Studiengangs Multimedia Production der HTW Chur produziert wurden.

Sonntag ist Familientag: Dann wartet ab 10.00 Uhr ein Filmworkshop auf groß und klein. Die Coaches zeigen, auf was beim Drehen einer Filmsequenz zu achten ist und wie man diese schneiden muss, damit am Ende ein tolles Resultat entsteht. Die Platzzahl ist beschränkt, eine Anmeldung dafür gewünscht: info@schweizerhof-lenzerheide.ch

Lesen Sie hier das Interview mit der Zeitung BÜNDNER WOCHE…

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Der Zu­gang durch die Hin­ter­tü­re

Warum kam die Postauto AG in Chur vor einigen Monaten auf die Idee, neu den hinteren Sichteinstieg einzuführen? Viele Jahre war man sich gewohnt, nur vorne einsteigen zu dürfen, damit niemand schwarz fährt. Im Berner Oberland ging mir dann ein Licht auf.
Über 20 Ornithologen wollten hoch auf den Gurnigel fahren, da viele Zugvögel gen Süden ziehen. Der Fahrer war etwas knapp in der Zeit und begann, die Fahrscheine zu verkaufen, Tickets zu knipsen und GA-Besitzer durchzuwinken. Aber unter den mit Fernrohr und -glas bewehrten Reisenden gesellten sich auch Inhaber des neuen Swiss Passes.
Sie wissen, das Nachfolgeprodukt des GA*. Sieht schön patriotisch rot aus. Der Chauffeur nahm das Ding in die Hand und hielt es an ein Gerät, um die Daten zu checken oder auszutauschen.
Ich stand da, sah ihm zu. Hinter mir die Schlange der Passagiere, geduldig, aber unter keimender Anspannung.
Ich versuchte, etwas aufzulockern und sagte zu ihm: «Schauen Sie doch gleich nach, wie viel ich noch auf dem Bankkonto habe.» Die sitzenden Fahrgäste lachten, hinter mir verdrehen die anderen die Augen und der Fahrer verlor die Nerven, da das Gerät nicht flott zu funktionieren schien. Er gab mir diesen Swiss Pass zurück und liess mich durch, zugleich öffnete er die hintere Türe für den Masseneinstieg.
Jetzt sind meine Daten für die Fahrt auf den Gurnigel nicht gespeichert, und es klafft eine Lücke in der Kette der protokollierten Fahrten mit meinem hochroten Swiss Pass. Die Postauto AG in Graubünden traf wohl eine weise Entscheidung.
Liebe Feriengäste, ein fröhliches Einsteigen und gute Fahrt!

*Für Leserinnen und Leser aus Deutschland und Österreich: mit dem Generalabonnement (GA) kann man ein Jahr lang mit fast allen Zügen, Schiffen, Bussen und Straßenbahnen fahren. Das kostet so zwischen 3.000 und 6.000 Franken, ja nach Klasse.