Wich­tig­tue­rei oder ge­nia­ler Trick?

Warum hält er die Hand hoch? Ihnen ist es sicher auch schon aufgefallen, als genauer Beobachter des Geschehens auf den nationalen und internationalen Fußballplätzen: Immer wenn ein Spieler zum Freistoß oder zum Eckball antritt, dann schaut er Richtung Tor und seinen Leuten und – jetzt kommts – er hebt einen Arm hoch.
Was steckt dahinter?
Deutlich, bewusst und demonstrativ. Aber warum tut er das? Ist das ein Zeichen eines einstudierten Tricks? Kaum, denn das machen ja mittlerweile alle. Oder heisst das: «Achtung, ich trete jetzt den Ball» oder «Schaut her, ich lege los» oder «Kameras zu mir»? Macht er das, damit der Torhüter irritiert wird? Handelt es sich um eine Entspannungsübung gegen das Lampenfieber? Hilft es bei der Konzentration oder gar bei der Durchblutung einer der Zehen?
Ein Gast neben mir in einer Hotelbar in Lenzerheide meinte kürzlich, dass die Teamkollegen ihn so besser sähen. Auf Fußball-Internetforen wird intensiv gemutmaßt: Abgesprochene Laufwege, vereinbarte Timings oder Warnung.
Ich weiß nicht.
Nun, exklusiv für Sie, liebe Leserin und lieber Leser, fragte ich den Fußballexperten und Fernsehmoderator Marcel Reif. Und hier seine klare Antwort: «Das mit dem hochgestreckten Arm ist absoluter Nonsens und nur eine modische Wichtigtuerei. Ich freue mich jedenfalls immer, wenn nach der großspurigen Ankündigung der Ball wenigstens halbwegs vernünftig in den Strafraum kommt.»
Jetzt wissen wir es dank dem Experten:
The Show Must Go On.

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Hochsensibel?

Urs Heinz Aerni: Brigitte Schorr, Sie befassen sich professionell mit Menschen, deren Nervensysteme auf äußere Reize empfindlicher reagieren als der Durchschnitt. Die Rede ist von Hochsensibilität, kurz HSP. Wo beginnt denn diese im Vergleich zur Normalsensibilität? Wo gibt es dazu Anhaltspunkte im Alltag?

Brigtitte Schorr: Natürlich sind alle Menschen der Wahrnehmung fähig, ob hochsensibel oder nicht. Hochsensible nehmen aber im Gegensatz zu Normalsensiblen alles viel stärker und intensiver wahr – so kann bereits das schrille Geräusch des rasselnden Weckers das Nervensystem nachhaltig in Aufruhr bringen. Alltägliche Geräusche oder Gerüche können gar das innere Gleichgewicht belasten.

Aerni: Kann diese hochsensible Veranlagung auch in eine Stärke umgewandelt werden? Im Beruf zum Beispiel oder generell im Leben?

Schorr: Zur Stärke wird die hohe Wahrnehmungsfähigkeit dann, wenn sie nutzbringend und lebensfreundlich bewusst in die Persönlichkeit integriert wird. Solange der oder die Betroffenen noch dagegen ankämpfen, wird die Hochsensibilität als Feind und Belastung betrachtet.

Aerni: Was geschähe, wenn mehr HSP in die Politik und in die Wirtschaft eingebracht würde?

Schorr: Ich kann mir vorstellen, dass es ethischer, ruhiger, nachdenklicher und vielleicht auch langsamer zuginge. Durch ihre in der Regel hohen Ansprüche an sich selber und andere hätten Hochsensible sicher das Potential, Konflikte zu entschärfen, Konsens zu suchen und eine nachhaltige und bewusste Politik zu verfolgen. Durch ihre Verletzlichkeit suchten sie wahrscheinlich mehr das Gespräch und den Austausch.

Aerni: Sie beraten, geben Vorträge und bilden Fachpersonen aus. Was hat sie motiviert, für die Hochsensibilität aktiv zu werden? Wo sahen Sie, dass ein Handlungsbedarf besteht?

Schorr: Eigentlich wollte ich mich einem Netzwerk anschließen – ich dachte, es müsste doch schon Fachpersonen geben, die sich mit dem Thema beschäftigen und sich darauf spezialisiert haben. Das war aber nicht der Fall. Gleichzeitig erlebe ich, dass das Bedürfnis bei den Betroffenen sehr groß ist, mehr darüber  zu erfahren. In einer Zeit der Unruhe und des schnellen gesellschaftlichen Wandels sind es wohl vor allem zunächst die Hochsensiblen, die da nicht mehr mithalten können oder wollen.

Aerni: Wenn man bei sich selber Verdachtsmomente ausmacht, die Indizien für eine Hochsensibilität sein könnte, was sollte getan werden? Was wären die nächsten Schritte?

Schorr: Zum Einordnen der eigenen Beobachtungen können Fragebogen zum Thema eine gute Hilfestellung sein, sie helfen, das mögliche Bild einzukreisen. Danach könnte man an sich selbst genauer beobachten und sich fragen, wie sich meine hochsensible Veranlagung bemerkbar macht. Oder in welchen Bereichen bin ich besonders empfindlich, in welchen nicht? Wenn der Leidensdruck sehr groß ist, kann das Gespräch mit einer Fachperson hilfreich sein, die sich auf das Thema spezialisiert hat.

Aerni: Wie schuldig ist die Gesellschaft, dass HS zunehmend ein Thema wird? Oder fördert der Zeitgeist  dahinter?

Schorr: Ich spreche nicht gerne in Begriffen wie Schuld – das ist ein sehr großes Wort. Allerdings gibt es Verantwortung und da kann man in unserer Gesellschaft allerdings beobachten, dass die Verantwortung sensiblen Menschen gegenüber nicht genügend wahrgenommen wird. Hochsensible haben oftmals ein seismografisches Gespür für das, was nötig ist. Wenn zum Beispiel normalsensible Politiker oder Manager lernen würden, Hochsensible bewusst in ihre Entscheidungen miteinzubeziehen, wäre so eine Katastrophe wie die Finanzkrise wahrscheinlich nicht passiert…

Brigitte Schorr studierte Soziologie, Verhaltens- und Erziehungswissenschaften und gründete in der Schweiz das Institut für Hochsensibilität. In ihrem neuen Buch „Hochsensible Mütter“ (Hänssler Verlag) liefert sie Denkanstöße und Anregungen für Mütter, die mit der Flut von Reizen mit ihrem Wahrnehmungsvermögen an Grenzen stoßen.

Der Link zum Buch…

Das Interview mit Brigitte Schorr auf RADIO FREIRAD Innsbruck

„Wort-Wald-Gänge“

Unterwegs im sprachlichen Herkunftsgelände mit Hanspeter Müller-Drossaart. Urs Heinz Aerni im Gespräch mit Hanspeter Müller-Drossaart zu seinem Gedicht-Band in Obwaldner Mundart „zittrige fäkke“.

Urs Heinz Aerni: Nicht nur die Sprache prägt unser Leben seit Kindheit, sondern auch deren soziales Umfeld. In Ihrem Buch widmen Sie sich dem Obwaldnerischen, ein bewusstes Erinnerung an frühere Zeiten via Sprache?

Hanspeter Müller-Drossaart: Angestiftet von Geri Dillier für seinen jährlichen Literatur-Event in der Krone Giswil eine Mundart-Geschichte zu schreiben, wurde mir die Begegnung mit meiner ursprünglichen Heimatsprache zur eindringlichen Begegnung mit meinen Wurzeln. Schreibenderweise wurde mir im steigendem Maße bewusst, wie reichhaltig und umfangreich Sprache und Sozialisation durch meine familiäre lokale Wiege meine Identität fundiert haben. Die ersten Töne und Klänge, die wir auf unserer irdischen Reise wahrnehmen, prägen unser Vertrauen ins Leben unverwechselbar. Da mich mein Beruf in viele Idiome und Fremdsprachen führt, wirkte die Schreibarbeit am „fäkke-Buch“ wie eine heilsame „Rückführung“, ein „Wieder-nach Hause-kommen“ der erkennenden und tröstlichen Art.

Aerni: Beim Lesen oder Hören Ihrer Texte wähnt man sich in einer Art melancholischer wie augenzwinkernder Verbundenheit mit Menschen und Momente. Wieso?

Müller-Drossaart: In der Hoffnung, dass diese Mischung letztlich auch die Leserschaft des Buches ansprechen wird, muss ich gestehen, dass sich mir die Texte in Ihrer Ambivalenz zwischen dunkel sombrierten und heiteren Themen oft von sich aus aufdrängten. Ich wurde mit der Aufgabe beschenkt, den zu beschreibenden Momenten und Ereignissen begrifflichen Zugang, Sprache und Form zu verleihen. Und natürlich erlaubte ich mir da und dort auch mit großer Lust die eigenen Erfahrungen schlitzohrig-erfinderisch zu erweitern und leise lächelnd dem Tschifeler* Heimattheater ein paar weitere erdig-heitere Rollen beizufügen.

Aerni: Ihre Texte in der obwaldnerischen Mundart heimeln auch Bündner, Zürcher oder Schaffhauser an. Was passiert mit uns in solchen Momenten Ihrer Meinung nach?

Müller-Drossaart: Mir scheint, unsere globale Sehnsucht, immer und überall die Welt als Ganzes bei sich zu haben, fördert auf der Kehrseite das Gefühl von fehlender Verortung, von Heimatlosigkeit. Wir sollten den Boden, den seelischen wie den physischen kennen, wo wir die ersten Schritte gemacht haben, wo wir laufen lernten. Wenn wir Dialekte hören, sprechen, erinnern uns die Klänge an unsere eigenen Orte, führen uns in konkrete Lebensräume, deren wir uns für zugehörig fühlen oder die uns Wohlbefinden und Geborgenheit ahnen lassen.

Aerni: Ihre Gedichte vermitteln Vertrautheit zu den Protagonisten. Wie würden Sie die Herausforderung zwischen Empathie und Ironie beschreiben?

Müller-Drossaart: Zur Vertrautheit mit den „Rollen“ meiner Lyrik: Auch als Dichtender bleibe ich ein Schauspieler. Das heißt die tragendste Regel gegenüber den in den Gedichten sprechenden und/oder beschriebenen Figuren ist der Respekt ihrer Glaubwürdigkeit und ihrer Befindlichkeit gegenüber- auch wenn die Welt, in der sie für Momente zitiert werden noch so klein ist! Ich möchte den Figuren treu sein, in ihrer Größe und ihrer Beschränktheit. Das janusköpfige Paar Einfühlung und ironische Distanz dient dem dichterischen Anspruch dem Leser universelle Einsichten zu ermöglichen.

Aerni: Und…

Müller-Drossaart: …Die Herausforderung besteht darin, nicht in einem überheblichen besserwisserischen Gestus die Figuren zu verraten.

Aerni: Ihre Karriere führte Sie über Theaterbühnen, Drehorten und Studios quer durch die deutschsprachigen Ländern wieder zurück zu Ihrem Ursprungsort, zumal sprachlich. Was war die Initialzündung dafür?

Müller-Drossaart: Der unmittelbare Anlass war wie zuvor benannt, die Anfrage meines Redaktors Geri Dillier, an seinem Literaturanlass schreibenderweise mitzuwirken. Aber im Kern hatte sich seit längerer Zeit der Wunsch entwickelt, die wirklichen eigenen Sprachwurzeln ernsthaft und jenseits jeglicher Idealisierung zu befragen. Erfahren habe ich einen unerschöpflichen Reichtum im gedanklich-begrifflichen aber auch im rein klanglich-atmosphärischen Ausdruck.

Aerni: Sie gehen auf Lesetour mit ihrem Buch, auf was können sich die Besucher gefasst machen?

Müller-Drossaart: Ich möchte in meiner Vortragsweise deutlich machen, wie verbindlich der Dialekt in mir rumort, mit welch differenzierter Musikalität die manchmal blühende, manchmal karge Sprache dieser besonderen Innerschweizer Mundart Räume zum Klingen bringt, die unsere Freude am Be-Greifen von Welt erfüllend befriedigen kann. Gemeinsam durch den Wort-Wald gehen und sich wundern über die Vielfalt!

 

Tschifeler* Die Obwaldner werden von den Nidwaldnern in zärtlicher Stichelei gerne als Heu-Räuber bezeichnet, die früher nächtlicherweise nid dem Wald schlichen, und in Rückentragkörben, eben den Tschiferen, den Nidwaldnischen das kostbare Viehfutter entwendet haben sollen. Hanspeter Müller-Drossaart

 

Das Buch:

Hanspeter Müller-Drossaart: zittrigi fäkke, Gedichte in Obwaldner Mundart. Beiliegend eine CD mit sämtlichen Gedichten, gesprochen vom Autor., ISBN/EAN: 9783952450109, Seitenzahl: 128, Format: 230 x 140 mm, Gebunden

 

Der Autor:

Hanspeter Müller-Drossaart wurde 1955 in Sarnen (Schweiz) geboren und lebt heute als Schauspieler und Kabarettist mit seiner Familie bei Zürich. Mit Filmen wie«Grounding» und «Die Herbstzeitlosen» wurde er dem breiten Publikum bekannt. Ein vertrauter Name ist er Literaturfreunden als Leser im «Literaturclub» (3sat) und in der Sendung «52 beste Bücher» von Radio SRF2 Kultur. Große Theatererfolge feierte er u. a. mit „Top Dogs“ und „Dällebach Kari“. Nach dem Kabarett-Stück«Menü 3» ist Müller-Drossaart mit «Himmelhoch» auf Tour. Aktuell ist er auch inKrimi– und Fernsehfilmen zu sehen.

Gibt es eine Schweizer Literatur und warum Kleingedrucktes sie hemmt.

Nein, ich bin kein Schweizer Schriftsteller, sondern ein deutschsprachiger», sagte Catalin Dorian Florescu am 22. September 2012 an einer Literaturveranstaltung am Bodensee, in einem bestimmten und deutlichen Ton, der zu verstehen gab, dass der Begriff «Schweizer Literatur» passé sein soll.

Im Harenberg Literaturlexikon (Ausgabe 1997) wird unter «Schweizerische Literatur» auf Seite 1128 verwiesen: «Übersicht Deutschsprachige Literatur». Beim Aufblättern präsentieren sich Namen in einer Liste ohne Länderangabe mit Geburts- und Todesjahr und den wichtigsten Buchtiteln. «Mehr oder weniger», schrieb Klaus Pezold im Buch «Geschichte der deutschsprachigen Schweizer Literatur im 20. Jahrhundert» (Berlin, 1991), würden Schweizer Autoren «direkt der Literatur der Bundesrepublik zugeordnet, während gleichzeitig die Literatur der DDR und zumeist auch die Österreichs eine gesonderte Darstellung» fänden.

Regional- statt Nationalliteratur?

Angesichts dessen, dass die Schweiz weniger Einwohner als die Bundesländer Baden-Württemberg oder Bayern aufweist, müsste die Frage erlaubt sein, ob nicht eher von einer Regionalliteratur gesprochen werden soll. Also im Vergleich mit der schwäbischen, tirolerischen, hessischen oder niedersächsischen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zeichnet jährlich den «besten Roman in deutscher Sprache aus», also haben durchaus Schreibende aus Österreich und der Schweiz eine Chance. Beim Schweizer Buchpreis hingegen vergibt die Jury eine «Auszeichnung für das beste erzählerische oder essayistische Werk einer Schweizer Autorin beziehungsweise eines Schweizer Autors».

2010 erhielt die als fünfjähriges Mädchen eingewanderte Melinda Nadj Abonji den Deutschen sowie den Schweizer Buchpreis. Der letztjähriger Preisträger in Deutschland, Lutz Seiler, hätte für den Schweizer Preis keine Chance, da er weder Schweizer ist noch in der Schweiz lebt. Wieso dieser Unterschied, wieso keine Schweizer Variante analog zum Deutschen Preis? Warum die geografische, ja, politische Einengung?

Dorothee Elmiger, Matthias Zschokke und Thomas Hürlimann stammen aus der Schweiz, leben und schreiben aber in Berlin, Monique Schwitter in Hamburg. Michail Schischkin und Zsuzsanna Gahse sind in Russland und Ungarn geboren, aber mittlerweile in der Schweiz eingebürgert. Wer von den Genannten gehört nun zur Schweizer Literatur? Heinz D. Heisl aus Innsbruck und Birgit Kempker aus Wuppertal haben ihren Wohnsitz in der Schweiz und beide schreiben größtenteils hierzulande an ihren Büchern. Die in Schaffhausen geborene Ursula Fricker lebt schon eine Ewigkeit bei Berlin und ihr Roman «Außer sich» lässt sich weder geografisch noch politisch, sondern nur in seelischen und psychologischen Welten verorten. Silvio Huonder lebt und schreibt ebenso seit vielen Jahren am Schwielowsee in Brandenburg. Nach seinem ortsneutral gehaltenen Roman «Dicht am Wasser» führt «Die Dunkelheit in den Bergen» nach Graubünden, in seinen Herkunftskanton. Mittlerweile ist er Doppelbürger. Sibylle Berg, geboren in Weimar und heute in der Schweiz zu Hause, ist ein Teil des eidgenössischen Literaturschaffens.

Weltliteratur aus dem Hinterland

Der Großteil der in der Schweiz produzierten Literatur ist mit dem gesamtdeutschprachigen Markt verknüpft. Eine Buchhändlerin in Hausach in Baden-Württemberg las das Buch «Spaziergänger Zbinden» des Berners Christoph Simon und war dergestalt begeistert, dass sie es allen ans Herz legte, so dass das Buch im schwarzwälderischen Kinzigtal zum Bestseller wurde. Simon erzählt darin die kleine Welt eines Mannes im Altersheim, von der er bei seinen Spaziergängen einem Zivildienstleistenden erzählt, ja, schwadroniert. Die Lektüre lässt die vielen Gedanken der Hauptfigur zu einer großen Welt im Kopf des Lesenden werden.

Eine gewisse Ähnlichkeit findet sich im lesenswerten Roman «Hungertuch» des Schriftstellers Martin Stadler aus dem Kanton Uri. In diesem dichten Textkonvolut thematisiert Stadler nicht nur die engen Sorgen und Mühen der Bewohner eines Dorfes in der Zentralschweiz, sondern eigentlich die Fragen, die jeden Weltenbürger umtreiben. Und Peter Stamm wurde als Stadtschreiber nach Mainz eingeladen. Vielen Leserinnen und Lesern in Deutschland ist seine Thurgauer Herkunft nicht bewusst.

Allerdings erscheinen immer wieder Bücher, die genau das Gegenteil versuchen, indem sie die Texte und Geschichten bewusst mit dem lokalen Umfeld einfärben. Ein Musterbeispiel dafür ist der Roman «Vrenelis Gärtli» von Tim Krohn, der 2007 ein eidgenössischer Bestseller wurde. Arno Camenisch baut in seiner Trilogie «Sez Ner», «Hinter dem Bahnhof» und «Ustrinkata» Versatzstücke aus dem Rätoromanischen und bündnerische Mundart in den deutschen Text ein. Beide Autoren lassen den melodischen Klangs des Dialekts aus den Kantonen Glarus respektive Graubünden erklingen, was das eigene Lesen zu einem Abenteuer macht und den Duft der Alpenwiesen und Ziegenställe in die virtuelle Nase aufsteigen lässt. Typisch Schweizer Literatur? Da werden Leserinnen und Leser in Deutschland und Österreich heftig nicken, obwohl bei Krohn und Camenisch keine Mundart-Literatur vorliegt, sondern das Schwergewicht auf der Hochsprache liegt.

Die Robert Bosch Stiftung in Stuttgart zeichnet «deutsch schreibende Autoren nicht deutscher Muttersprache» aus. Dazu gehören zum Beispiel Terézia Mora, Artur Becker, Sudabeh Mohafez, Feridun Zaimoglu, Ilma Rakusa und Zsuzsa Bánk. Sie alle schreiben auf Deutsch, aber lassen zum Teil Erzählstrukturen und Sprachklänge bewusst aus ihrer ursprünglichen Sprachlandschaft mit einfließen, so dass mit der deutschen Sprache ganz Neues passieren kann. Ihre Bücher werden nicht als polnische oder türkische Literatur in der Presse besprochen – für die einen ein Dilemma, für die anderen ist es ziemlich wurst, Hauptsache, das Buch ist gut.

Literarische Binnengrenze

Schweizer Literatur hört oft binnenmäßig bei der Sprachgrenze Gotthard oder Jura auf. Auch für Verlage und Herausgeber. Als der Literaturprofessor a. D. Peter von Matt mit dem Verleger Dirk Vaihinger von Nagel & Kimche 2002 eine Sammlung der «Schönsten Schweizer Gedichte» veröffentlichte, wurde kritisiert, dass die Lyrik aus der nichtdeutschsprachigen Schweiz fehle. Auch wenn der Titel vielleicht anders hätte heißen sollen, ist die editorische Vorgehensweise nachvollziehbar. Literatur ist sprachspezifisch und funktioniert dementsprechend auch in diesem Sprachraum.

Die Literaturszene und die Buchbranche in der französischen wie italienischen Schweiz richten sich genauso stark auf das gleichsprachige Ausland aus, wie es die deutsche Schweiz tut. Für Hobbypatrioten scheint dieser Umstand störend zu sein, aber für großzügige Geister gehört es zur Schweiz, wie sie eben ist.

Die hartnäckige Nachhaltigkeit in der Wahrnehmung von Frisch und Dürrenmatt als die Schweizer Literatur basiert wohl auf ihrer Auseinandersetzung mit der Schweiz. Es gibt aber drei profanere Gründe, denn Lukas Bärfuss, Adolf Muschg und Peter Bichsel reflektieren auch heute die schweizerische Befindlichkeit.

Erstens: Nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges lechzte Deutschland nach Autoren, die deutsch schreiben, aber woanders herkommen.

Zweitens: Die Öffentlichkeit sowie die beiden Autoren liebten und nutzten lange Debatten, Diskussionen mit Bühnenpräsenz, die die heutige Häppchenkultur der Medien fast nicht mehr zulässt.

Drittens: Im Lärm und Getöse der medialen Masse mit Eventzirkus, Promi-Talks und nervösem Klicken im Web verpixelt sich ein Essay, ein kritisches Buch oder ein langes Interview im Kulturteil der Zeitung schneller, als dass ein PC heruntergefahren werden kann.

Pedro Lenz ärgerte sich vor Jahren in einem Interview mit der «Zeit» über die gesellschaftliche Verdummung und appellierte für mehr Solidarität im Land. Doch wie lange hallt dieses Anliegen in einer Gesellschaft nach, die immer mehr einer Maximalrendite nachrennt und Gratisblätter aus den Boxen zupft, weil es nichts kostet?

Fazit: Im 21. Jahrhundert kann die Literatur nur noch dann länderspezifisch eingeordnet werden, wenn konkret sprachliche Referenz angewandt wird.

Ladehemmung im Literaturexport

Die Vermittlung der Literatur ist hierzulande ein anderes und oft auch ärgerliches Thema. Im Verlag Nachtmaschine in Basel erschien 2008 der Roman «Das böse Mädchen Gisela» von Markus Stegmann, das durch den Literatur-Fachausschuss der beiden Basler Kantone mit großer Begeisterung gefördert wurde. Doch nach Erscheinen war es totenstill um die kunstvolle Erzählung aus der Sicht eines Mädchens, das nicht von dieser Welt ist. Der Roman ist im wichtigen Verzeichnis der lieferbaren Bücher (VLB) nicht auffindbar. Entweder bezahlte der Verlag, die Registrierungsgebühr nicht, oder er hat es vergessen. So bleibt der schöne und mit Steuergeldern geförderte Roman für die breite lesende Öffentlichkeit ein Geheimnis (auf der Website des Autoren oder beim Schwabe Verlag ist es heute zu kaufen!).

Anfragen in Buchhandlungen in Berlin, Karlsruhe und Dortmund ergeben, dass der Schweizer Autor Franz Hohler nach wie vor bekannt ist. Dennoch staunten die Buchhändlerinnen jeweils nicht schlecht, als nach dem Titel «Eine Kuh verlor die Nerven» gefragt wurde. Sie kennen seine Titel, die im in den Randomhouse-Konzern integrierten Verlag Luchterhand erschienen sind, aber das erwähnte Buch im Knapp-Verlag in Olten kennen sie nicht.

Die kostenintensive und komplexe Vertriebsstruktur im deutschsprachigen Buchhandel garantiert eine Liefergeschwindigkeit, die fast nur vom Medikamentenvertrieb für Apotheken übertroffen wird. Die schwindelerregende Vertriebsperfektion kostet Geld, das kleinere Verlage sich nicht leisten können. Zwei Beispiele: Von der Krimiautorin Mitra Devi erscheinen die Geschichten der Privatdetektivin Nora Tabani im Appenzeller Verlag. Schöne gebundene Bücher mit vorbildlichem Lektorat. Wegen fehlender Vertriebsvertretung im Ausland bestellt keine Buchhandlung in Österreich oder in Deutschland davon einen Stapel für die Krimiabteilung.

«Boarding Time» heißt der letzte Kriminalroman des Berners Peter Hänni über die Erprobung von Freundschaften von drei Touristen in Südafrika wegen einem Mord. Hierzulande genießen beide Schreibende Erfolge, gute Besprechungen und Absatzzahlen von 3000 bis 5000 Exemplaren, die für Schweizer Verhältnisse erfreulich sind. Ab deutscher und österreichischer Grenze ist jedoch Schluss mit der Präsenz. Erscheinen diese Romane später als ­Taschenbücher, in diesen Fällen beim Unionsverlag und dtv, dann interessiert sich das Feuilleton nicht mehr dafür, da es keine Novitäten mehr sind. Mit anderen Worten: Eine ausgeklügelte und kostenintensive Buchhandelsstruktur lässt gewisse Verlage aus kaufmännischen Gründen verzichten, mit der Erstausgabe im benachbarten Ausland zu werben.

Hemmendes Kleingedrucktes

Hemmend für eine Artenvielfalt der Literatur können auch die Teilnahmebedingungen für den Schweizer Buchpreis sein, die besagen, dass teilnehmende Verlage Mitglied des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbandes (SBVV), des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels oder des Hauptverbandes des österreichischen Buchhandels sein «müssen». Was, wenn der Verlag sich eine Verbandsmitgliedschaft nicht leisten kann, aber schöne Literatur macht? Genau genommen müsste von einem verbandsinternen Wettbewerb die Rede sein und nicht von der Auszeichnung einer Kunst. Zusätzlich muss der Verlag «rechtlich selbstständig» sein. Wieso eigentlich? Der Christoph Merian Verlag ist zwar Mitglied beim SBVV, aber rechtlich in einer Stiftung eingebettet, also nicht als Unternehmen selbstständig. Im Wolfbach Verlag, eine Edition mit langjähriger Tradition und eine Marke eines Unternehmens in Deutschland, erscheint eine wunderschöne Lyrik-Reihe, herausgegeben von Markus Bundi. Da erscheinen Texte von Christian Haller, Beat Brechbühl, Klaus Merz oder der jungen Eva Seck. Gilt die Mitgliedschaft der Mutterfirma mit anderem Namen beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels für die Eingabe beim Schweizer Buchpreis? Hätte die feine Edition BAES mit Sitz im österreichischen Zirl als Herausgeberin von junger Schweizer Literatur wie Daniela Dill oder Amina Abdulkadir überhaupt Chance beim Buchpreis? Unnötige Bedingungen und komplexe Regeln können für so manchen Text die Starterlaubnis verhindern.

In Anbetracht dessen, dass Schweizer Textilunternehmen in Indien produzieren, Schweizer Lebensmittelketten nach Deutschland expandieren und der Schweizer Buchhandel bis zu 85 Prozent vom deutschen Marktangebot lebt, müsste sich der Schweizer Buchpreis für die allgemein deutschsprachige Literatur öffnen, so dass eine Autorin oder ein Autor aus Österreich oder Deutschland das Preisgeld in Basel abholen dürfte, wie Melinda Nadj Abonji es 2010 in Frankfurt konnte. Nebenbei: Geerntete Äpfel auf Französischem Boden im Besitz eines Schweizer Bauern gelten als in der Schweiz produzierte Produkte…

Ein Blick in die ins Haus flatternden Verlagsprospekte kann den professionellen Kulturpessimisten wieder beruhigen. Kleine und neue Verlage wagen dem Bestsellerstrom mit neuen Büchern Paroli zu bieten. Verlage wie Silberburg, Luftschacht, Klever, Kyrene, Edition BAES, Limbus, Arco, Ink Press, Pudelundpinscher, Knapp, Schwarzdruck, Edition Meerauge, Edition Laurin, Babel oder Dahlemer Verlagsanstalt tun dies hartnäckig und mit Erfolg. Noch nie gehört? Unbedingt entdecken aber fragen Sie nicht, wo die verbandstechnisch Mitglied sind.

„Der Franken ist keine Casinowährung“

Andreas Meier ist Winzer, Unternehmer und kandidiert für die CVP Aargau als Nationalrat. Aus der Menge von Kandidaten und Politisierenden aller Farben und Meinungen, wurde er ausgewählt, ein paar Fragen zu aktuellen Themen zu beantworten.

 

Urs Heinz Aerni: Aus verschiedenen Gründen waren alle Atomkraftwerke nicht am Netz. Wo sehen Sie die Handlungsansätze für unseren Energieverbrauch?

Andreas Meier:  Begrifflich werden Strom und Energie leider immer wieder vermischt. Die Revisionen und die zusätzlichen Abschaltungen sind im Sommer eher verkraftbar als in den Wintermonaten wenn die Schweiz 8000 MW Strom benötigt. Eine Momentbetrachtung in diesem Sommer ergab einen Verbrauch über die gesamte Schweiz von 2700 MW, davon wurden 1100 MW importiert, im Wesentlichen aus AKWs und thermischen Kraftwerken.

Aerni: Bleiben wir bei der Elektrizität…

Meier: Mit der Energiewende sollen gemäß Bundessrat keine weiteren Großkraftwerke  mehr gebaut werden, die entstehende Lücke soll mit Energiesparen und nachwachsender Energie gefüllt werden. Dem Bürger wird eine sehr unrealistische Illusion vorgerechnet. Mit technologischen Innovationen und einer ressourcenschonenden Lebensweise soll es demnach in Zukunft möglich sein, mit 2000 Watt Primärenergiebedarf und einer Tonne CO2 pro Person und Jahr zu leben – dies ohne Kompromisse bei der Lebensqualität oder beim Wohlstand. Aktuell liegen die jährlichen Schweizer Durchschnittswerte inklusive importierten Konsumgütern bei 8300 Watt und rund 12,5 Tonnen CO2 pro Person, Tendenz weiter leicht steigend. Es braucht kein hellseherisches Talent um vorauszusagen, dass wir eher neue, moderne Großkraftwerke der nächsten Generation erstellen, als dass wir die gesteckten Energieziele erreichen.

Aerni: Kommen wir zu einem anderen Thema, das uns alle beschäftigt. Im Nahen Osten und in Afrika spielen sich menschliche Tragödien ab, was auch durch die Flüchtlingswelle zeigt. Welche Rolle spielt das C im Parteikürzel CVP für Sie zu diesen Problemen?

Meier:  Die Bilder der Flüchtlingsströme, berühren mich, sind beklemmend. Das C steht für die  Werte einer christlich sozialisierten Gesellschaft. In der Flüchtlingsfrage ist daher eine Großherzigkeit eine Schweizer Tradition und ist in der Bundesverfassung manifestiert. Beispiele in der Geschichte finden wir in der Aufnahme der Bourbaki-Armee, bei den polnischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg, Ungarnaufstand, Prager Frühling, Boatpeople, Balkankriese und weitere mehr.

Aerni: Das waren große Herausforderungen aber wo klemmt es denn heute?

Meier: Eine Soforthilfe durch befristete Aufnahme ist nicht mit Asyl zu verwechseln. Nach der Genfer Konvention erhält Asyl nur, wer politisch verfolgt und bedroht wird. Große Migrationsströme aus Kriegsgebieten oder Armut fallen rechtlich in eine vorläufige Aufnahme als Hilfeleistung.

Aerni: Was gehört alles zu dieser „Soforthilfe“?

Meier: Allem voran ist Flexibilität auf allen Stufen und in allen Bereichen gefragt; vom Miltär über den Zivilschutz bis hin zu Rettungsorganisationen. Ein mittelfristiges und langfristiges Ziel ist jedoch zuerst eine Verhinderung der Traumatisierung der betroffenen Menschen und dass sie wieder in ihre Heimat zurückkehren und leben können. Eigene Erfahrungen im Umgang Menschen mit Status „F“ („Vorläufig aufgenommenen Ausländer“ Anm. d. Red.) zeigten mir in der Vergangenheit leider eine schwierige und ungenügende Integration und folglich keine glückliche Existenz in diesem Land.

Aerni: Also wo sehen Sie vor allem den Handlungsbedarf langfristig?

Meier: Aufklärung in den Herkunftsländern, Bekämpfung der Schlepperermafia, geordnete Rückführung und Hilfe zum Neuaufbau einer Existenz, z.B. durch Vermittlung von Kleinkrediten sollten unsere Strategie bestimmen.

Aerni: Große Ziele?

Meier: Ganz klar, nicht jedem Flüchtling wird dieses Ideal gelingen, nicht jeder Kredit wird zurückbezahlt, insgesamt sind die Chancen aber höher als die Risiken, wenn wir noch über Generationen eine „Diaspora“ durch Sozialhilfe stützen müssten, wie es Frankreich mit seinen Banlieus erlebt.

Aerni: Klingt das nicht etwas administrativ technisch?

Meier: Ich gebe Ihnen Recht, Schicksal trifft uns alle aber Lösungen sind nun mal nur mal auf technischem und politischem Weg möglich. Es gibt viel Leid auf dieser Welt und solches habe ich selber schon ansehen müssen – beispielsweise in Karthum mit fliehenden Müttern mit Kleinkindern aus dem Krieg des Süd-Sudan, in einem Aidsspital in Zambia, bei Menschen ohne Perspektive im Flüchtlingslager Zouerat in Mauretanien. Auch unter uns und hier in der Schweiz erleben wir individuelle Schicksalsschläge…

Aerni: Ja, aber genau die CVP hat doch angesichts der von Ihnen beschriebenen Umständen eine besondere Verantwortung…

Meier: Richtig, ich nehme mich dieser Verantwortung an, es gibt noch viel zu tun.

Aerni: Wir wechseln in die Wirtschaft. Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen: Starker Franken, freie Märkte und Regulierung durch die Behörden. Wo sehen Sie den dringendsten Handlungsbedarf?

Meier: Unser Land ist seit dem 15. Januar (Aufhebung der Stützung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro durch die Nationalbank) noch teurer geworden, der Stau am Zoll legt uns den Wettbewerbsnachteil für die Schweiz vor Augen und ist Anlass zur Sorge! Die Quantitative Lockerung  für neue Staatsanleihen in der EU, auch QE, quantitative easing (Ausweitung der Geldbasis durch Zentralbanken als Mittel gegen Rezession oder Deflation. Anm. d. Red.), ist seit letztem Januar atemberaubend. Die 1140 Mia Euro neue Staatanleihen im Rahmen vom QE vom Januar ist das größte geldpolitische Experiment der Geschichte. Die Anleger flüchten mit dem Geld in Länder mit hoher Bonität…

Aerni: unter anderem in die Schweiz…

Meier: Richtig. Der Franken ist keine Casinowährung, er ist stabil – stabil steigend seit vielen Jahrzehnten.

Aerni: Was zu unserem Problem wird.

Meier: Wie schon in der Vergangenheit geschehen, entsteht dadurch eine Verteuerung unserer Produkte, was die Industrie und das Gewerbe fordert. Es heißt, die Wirtschaft hätte genug Zeit gehabt sich auf diesen Kurssprung vorzubereiten. ‚Innovation‘ sei gefragt. Tatsächlich sind wir sehr innovativ aber in der praktischen Umsetzung verlieren wir leider Vorsprung oft an andere Länder.

Aerni: Gegenmittel?

Meier: Ein gutes Beispiel in die richtige Richtung zeigen Bund und Kanton mit dem Park „Innovaare“. An sich keine eigentliche Staatsaufgabe, braucht es für solche Anschubprojekte aber den nötigen Mut. Wir dürfen es staatspolitisch wagen, innovativ starke Unternehmen anzubinden und zu fördern.

Aerni: Der Staat als Antriebsmotor?

Meier: Da, wo es nötig wird, ja. Die Privatwirtschaft wie die Behörden möchten   nachhaltige und wirtschaftlich stabile Verhältnisse, das geht nur durch Kooperation statt durch ledigliche Koexistenz. Die Chancen stehen damit gut, eine neue Schlüsselindustrie zu generieren, von der letztlich auch viele weitere Unternehmen profitieren. Gut bezahlte Arbeitsstellen haben ein Haushaltsbudget in dem auch eine gute Flasche Wein noch gut drin liegt.

Aerni: Über was würden Sie gerne noch reden?

Meier: Das Wort „Freihandelsabkommen“ stünde noch … ist weites Feld.

Weitere Informationen über Andreas Meier finden Sie auf der Website und auf Facebook